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GROOVES – FITTING ONE (2000)

für Kammerorchester

Auftragswerk des Europäischen Musikmonates 2001 mit Unterstützung der Suisa-Stiftung, STV, Pro Patria
 

‹Groove› (Furche, Rille) findet in seinen unterschiedlichen Bedeutungen Niederschlag in diesem Werk. Furchen, welche einmal (direkt hörbar) auftauchen, um dann wieder abzutauchen und subkutan weiterzuwirken, können sein: eine feste Tonfolge, die Teile des Stücks durchzieht (sei es horizontal oder als Zusammenklang), fixierte Rhythmusstrukturen oder auch die Instrumentation, beispielsweise der unversöhnbar scheinende Dualismus von Bläsern und Streichern. Im umgangssprachlichen Sinn meint ‹Groove› auch einen metrisch fühlbaren, rhythmisch gestalteten Puls: solche Pulsierungen treten immer wieder in Erscheinung. Mit ‹Fitting› ist eine schon länger im Zentrum des kompositorischen Interesses stehende Montagetechnik gemeint, welche sich in diesem Werk nicht nur auf Satzstrukturen, sondern auch auf unterschiedliche Zeitverläufe erstreckt – quasi ein Übereinanderlagern verschiedener ‹Grooves›.

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